Dreschflegel e. V.

Für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik: Probleme und Lösungsansätze

Industrialisierung der Landwirtschaft

Die konventionelle Züchtung wird weltweit von wenigen multinationalen Konzernen durchgeführt. Universalsorten, die mit mineralischen Düngemitteln und Pestiziden überall gute Erträge bringen sollen, werden dort vermehrt, wo das Klima günstig und die Löhne niedrig sind.

Hybridsorten und Patente auf Pflanzen nehmen den Bäuerinnen und Gärtnern die Möglichkeit, frei über Saatgut zu verfügen. Durch die Gentechnologie wird dieser Prozess noch stärker vorangetrieben.


Gentechnikfreie Saat in Gefahr?

Neben den seit vielen Jahren mit gentechnisch veränderten Pflanzen stattfindenden Freisetzungsversuchen soll nun in der EU "großflächiger" Anbau möglich werden. Wie dabei allerdings langfristig gentechnikfreie Landwirtschaft gewährleistet werden kann, ist nicht geklärt.

Die Sicherstellung der Erzeugung von gentechnikfreiem Saatgut wird in den sogenannten Koexistenz-Regelungen völlig ausgespart. Der Dreschflegel e. V. engagiert sich in der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, um dies zu ändern.

Im Dreschflegel-Projekt "Wege zur Aufrechterhaltung gentechnikfreier Saatguterzeugung" arbeitet der Verein mit Erhaltungs- und Züchtungsoranisationen sowie Bio-Saatgutfirmen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) zusammen.


Es geht ums Ganze

Schild - Wir arbeiten ohne Gentechnik
Überzeugt gärtnern ohne Gentechnik

Mit einer breiten Palette unverfälschter Pflanzensorten können wir der Gentechnik im Biolandbau und im Hausgarten etwas entgegen setzen. Denn in der Auseinandersetzung wird immer wieder deutlich: Ohne gelebte Alternative und ohne Druck von unten können wir nicht gewinnen. Und: Zum Gewinnen ist es nicht zu spät!Der großflächige Einzug der Gentechnologie in die europäische Landwirtschaft konnte jahrelang aufgehalten werden. Warum nicht für immer?


Aktionsmöglichkeiten

  • Ackerbesetzungen bei Freisetzungsversuchen - Verteuern der Forschung an und mit gentechnisch veränderten Pflanzen
  • Gentechnikfreie Regionen schaffen - schließlich stehen 2007 dem auf 2.685 ha angebauten Gentech-Mais mehr als 1 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche in gentechnikfreien Regionen gegenüber!
  • Demonstrationen und Aktionen, um weiterhin deutlich zu machen, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen keine Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln will - und auch nicht im eigenen Garten!
  • Einfordern, dass gentechnikfreie Erzeugung sichergestellt werden muss - langfristig kann Koexistenz bei großflächigem Anbau von gentechnisch manipulierten Sorten nicht funktionieren!
  • Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung unseres Engagements für Bio-Saatgut gegen die immer neuen Probleme, die aus dem Bereich der Agro-Gentechnik kommen.
  • Zum Download: Unsere Forderungen (PDF)
    Gesetzesrahmen, der im Rahmen der Preisverleihung des Förderpreises Ökologischer Landbau an die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner überreicht wurde.

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